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1. Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) und Eiweißpflanzenstrategie: Neue Forschungsvorhaben

Themenbereich Wissenstransfer

+ Optimierung von Pflanzenschutzstrategien für einen nachhaltigen und ökologischen Zierpflanzenbau (FKZ 15OE084, FKZ 15OE120, FKZ 15OE121)
Ziel eines dreijährigen Forschungsvorhabens ist es, direkte und indirekte Pflanzenschutzstrategien zur Produktion hochwertiger Bio-Zierpflanzen zu entwickeln. Hierzu sollen Kulturverfahren zum vorbeugenden und direkten Pflanzenschutz optimiert und weiterentwickelt werden. Technische Lösungen für die Praxis wie für das Ausbringen von Pflanzenstärkungsmitteln und Düngern oder das Optimieren der Ausbringungstechnik von Nützlingen werden erarbeitet. Das Projekt wird von der Bioland Beratung GmbH, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sowie der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg bearbeitet.
orgprints.org/32036/

Themenbereich Ökonomie

+ Verbesserte Transparenz im Naturkostmarkt: Datenerhebung Naturkostfacheinzelhandel unter Berücksichtigung der Ausbildungsangebote (FKZ 15OE007)
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. wird im Rahmen eines Forschungsprojektes eine Datenbank über die Grundgesamtheit des Naturkosteinzelhandels in Deutschland und der Strukturmerkmale dieses Sektors erstellen. Ziel ist es, parallel ein Online-Tool zu entwickeln, in welches die Läden zu ihren allgemeinen Kundendaten die für diese Erhebung nötigen Angaben selbst einpflegen können.
orgprints.org/32072/

Themenbereich Pflanze

+ Zuchtmethoden, Leistungs- und Adaptionsfähigkeit von Maispopulationen und Erstellung einer diversen Ausgangspopulation für Wissenschaft, Züchtung und Praxis (FKZ 15NA106, FKZ 15NA169, FKZ 15NA170 und FKZ 15NA171)
Ziel eines Verbundvorhabens der Landbauschule Dottenfelderhof e.V., der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Georg-August-Universität Göttingen und des Bundessortenamtes ist es, Zuchtmethoden zur Verbesserung bestehender Maispopulationen hinsichtlich ihrer Effizienz zu prüfen. Hierdurch soll ein Beitrag zur Entwicklung von geeigneten Sorten zur Verbesserung der Saatgutversorgung bei Mais im Öko-Anbau geleistet werden. Die Leistungsfähigkeit der Maispopulationen wird erfasst und ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte ermittelt. Eine genetisch breite, den aktuellen Zuchtfortschritt beinhaltende Population soll somit erstellt werden.
orgprints.org/32001/

+ Sensorgestützte herbizidfreie Unkrautregulierung in pfluglos angebauten Erbsen und Ackerbohnen (FKZ 15EPS006, FKZ 15EPS068)
Wie mit dem Anbau nichtlegumer Zwischenfruchtgemenge das Keimen und Aufwachsen von Unkraut reduziert werden kann wird vom Sächsischen Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden im Rahmen eines Forschungsvorhabens untersucht. In der nachfolgenden Mulch- und Direktsaat von Ackerbohnen und Körnererbsen soll hierdurch die mechanische Unkrautbekämpfung mit einem Rollstriegel unterbleiben oder auf Teilflächen beschränkt werden. Der Unkrautdeckungsgrad soll mit einem kamerabasierten Sensor erfasst und für eine Einsatzempfehlung für einen Rollstriegel ausgewertet werden. Gesamtziel des Projektes ist es, die Anbauverfahren für Körnererbsen und Ackerbohnen so weiterzuentwickeln, dass ein pflugloser Anbau sowohl im Ökolandbau als auch im konventionellen Anbau ohne Herbizideinsatz sicher möglich ist.
orgprints.org/32002/

+ Nachhaltige Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts des Pflanzenschutzes im Ökologischen Obstbau unter Einbeziehung relevanter gesamtgesellschaftlicher Aspekte auf der Grundlage von fünfjährigen Praxisdaten zur Anwendung von pflanzenschutzrelevanten Maßnahmen (FKZ 15OE086, 15OE122, FKZ 15OE123)
Die Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V. will zusammen mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz und dem Öko-Obstbau Norddeutschland Versuchs- und Beratungsring eine Strategie zur Gesunderhaltung der Kulturpflanzen im Ökologischen Obstbau erarbeiten. Gesamtgesellschaftliche Aspekte sowie die entsprechenden Akteure werden in die Ausarbeitung einbezogen. Eine Broschüre für verschiedene Nutzergruppen soll erarbeitet werden.
orgprints.org/32034/

+ Untersuchungen zu Verbreitung und Ausbreitungswegen der Chalara-Fäule an Möhren in Produktions- und Aufbereitungsbetrieben in Südwestdeutschland als Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen zur Befallsreduzierung (FKZ 15NA117, FKZ 15NA178)
Ein neues Forschungsvorhaben dient dem Ziel, die Verbreitung der Erreger der Chalara-Fäule an Möhren auf den Produktionsflächen von Betrieben in Südwestdeutschland zu erfassen und mögliche Ausbreitungswege während der Aufarbeitung der Möhren zu erkennen. Ihre Relevanz für die spätere Produktqualität soll bewertet werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen genutzt werden, um wirtschaftlich vertretbare Maßnahmen und Verfahren zu entwickeln. Das Vorhaben bearbeitet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg.
orgprints.org/32050/

2. BÖLN und Eiweißpflanzenstrategie: Forschungsergebnisse

Themenbereich Pflanze

+ Kohlmottenschildlaus Aleyrodes proletella (FKZ 12NA046, FKZ 12NA016, FKZ 12NA020, FKZ 12NA022)
Im Rahmen eines Verbundvorhabens sollte ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus für den ökologischen und integrierten Anbau von Kohlarten erarbeitet werden. In den Teilprojekten wurde Basiswissen ermittelt und Pflanzenschutzstrategien zur Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus Aleyrodes proletella an Rosenkohl und weiteren Kohlarten entwickelt. Die spezifische Förderung von Gegenspielern, um so den Befall mit Kohlmottenschildläusen zu reduzieren und den ökonomischen Schaden und den Insektizideinsatz nachhaltig zu reduzieren, war Ziel des Vorhabens. An der Modellpflanze Rosenkohl wurden eine alternative Bekämpfungsstrategie entwickelt und ausgewählte Bekämpfungsansätze untersucht. Beteiligt an dem Projekt waren die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, das Julius Kühn-Institut Braunschweig, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und das Gartenbaukompetenzzentrum Gülzow.
"Förderung der funktionellen Biodiversität zur Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus" (FKZ 12NA016): orgprints.org/32013/
"Integrierte Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus an Gemüsekohlarten" (FKZ 12NA020): orgprints.org/32014/
"Neue Ansätze zur Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella), einem Problemschädling im Kohlanbau" (FKZ 12NA022): orgprints.org/32012/
"Strategien zur Regulierung der Kohlmottenschildlaus und Integration in gemüsebauliche Anbauverfahren" (FKZ 12NA046): orgprints.org/32011/

+ Züchterische Weiterentwicklung samenfester Brokkolisorten für den Ökologischen Landbau im Hinblick auf agronomische Merkmale sowie sensorische Eigenschaften (FKZ 10OE080)
Projektziel eines Vorhabens von Kultursaat e.V. war es, Zuchtlinien als Grundlage für samenfeste Neuzüchtungen bei Brokkoli zu entwickeln, die den Anforderungen des qualitätsorientierten ökologischen Anbaus entsprechen und sich durch besondere Schmackhaftigkeit auszeichnen. Ein Großteil der Zuchtlinien zeigte eine Verbesserung agronomischer und sensorischer Merkmale gegenüber der jeweiligen Ausgangspopulation. Mehrere interessante Favoriten konnten identifiziert werden. Innerhalb von zwei bis drei Jahren nach Projektende soll mindestens ein Sortenkandidat der behördlichen Zulassung zugeführt werden.
orgprints.org/32073/

Themenbereich Tier

+ Ebermast: Entwicklung eines Konzepts für die Produktion, Schlachtung und Vermarktung ökologisch erzeugter Eber entlang der gesamten Wertschöpfungskette (FKZ 11OE074, FKZ 11OE150, FKZ 11OE149)
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe die ökologische Ebermast als mögliche Alternative zur Ferkelkastration von verschiedenen Seiten beleuchtet. Hierbei wurden die Bereiche Fütterung, Haltung, Tierwohl und Tierverhalten sowie das Auftreten von Ebergeruch und –geschmack untersucht. Es zeigte sich, dass auch unter ökologischen Haltungs- und Fütterungsbedingungen eine erfolgreiche Jungebermast möglich ist, mit guten Tierleistungen und keinem erhöhten Verletzungsrisiko für die unkastrierten männlichen Tiere. Der Anteil geruchsauffälliger Tiere blieb auf einem sehr niedrigen Niveau.
orgprints.org/32010/

3. Termine

09.11.2017 - 11.11.2017
19. Organic World Congress
owc.ifoam.bio/2017